Bezirkswahlprogramm 2019 - Den Vier- und Marschlanden eine Grüne Zukunft geben

 

Die Zukunft der Vier- und Marschlande ist für ganz Hamburg von Bedeutung. Als grüne Lunge und Naherholungsgebiet einerseits und als Ort der Hamburger Trinkwasserversorgung und der gartenbaulichen und landwirtschaftlichen Produktion andererseits liegt hier auch ein Zentrum der Versorgungssicherheit. Wir stehen für den Erhalt und der Wertschätzung dieser Kulturlandschaft, die vor allem vom Druck auf den Hamburger Wohnungsmarkt aber auch den Klimawandel herausgefordert wird.


Hierfür setzen wir uns ein:

 

Naturnahes Leben

Die naturnahen Lebensräume im Elbe-Urstromtal wollen wir erhalten und für die Zukunft gestalten. Das umfasst unter anderem den starken Ausbau des Blühpflanzenanteils vor allem im Dauergrünland. Damit wird die biologische Vielfalt erhöht und schafft Nahrungsmöglichkeiten für Vögel und Insekten.

Aber auch Wildtiere, wie Störche und Biber, sollen sich hier langfristig wohlfühlen dürfen. Landschaftsparks mit Bäumen und Sträuchern können die Attraktivität der Region für Tier und Mensch steigern.

Hamburgs große Naturschutzgebiete, die Kirchwerder Wiesen und die Reit sowie der Biotopverbund müssen weiterhin einen Rückzugsort für ökologische Vielfalt garantieren und dürfen nicht durch Zersiedlung gefährdet werden. 

Bautätigkeit soll sich entsprechend dem Flächennutzungsplan, unter Mitsprache der Bevölkerung, an den vorhandenen Bau-Leitfäden orientieren. Die landschaftstypischen Bauernhäuser , die nicht mehr genutzt werden, sollen wenn möglich als Mehrgenerationenhäuser erhalten werden. 


Neben den geplanten Deicherhöhungen benötigt die Region neue Schöpfwerke, insbesondere an der Tatenberger Schleuse, um die Be- und Entwässerung gewährleisten zu können.


Die Region soll zum Vorbild für nachhaltigere Kreislaufwirtschaft werden. Energetische Selbstversorgung, private Kompostierung, wiederverwendbare Verpackungssysteme und die Reduktion von Plastik im Alltag sind dafür wichtige Bausteine. Wir GRÜNEN bekennen uns zum Ausbau erneuerbarer Energien in der Region.

 

Politische Begleitung der GRÜNEN Agrarwende

Der Strukturwandel in der Region braucht eine GRÜNE Agrarwende. Im Zentrum der Landwirtschaft steht die Wertschätzung unserer regional erzeugten Produkte. Im Einzelnen gehören dazu:

Regionales Gemüse und tierische Erzeugnisse stammen von vielfältigen landwirtschaftlichen Betriebsformen und starker ökologischer Landwirtschaft. Landwirte und Gärtner brauchen Anreize, um den ressourcenschonenden, Humus mehrenden und die Artenvielfalt erhaltenden Landbau attraktiver und kurzfristiger umsetzbar zu machen. Kleine, innovative Betriebe müssen stärker gefördert werden und junge Menschen müssen zur Übernahme von Betrieben ermutigt werden. Dazu muss die Landwirtschaftskammer unterstützen und Wege aufzeigen.-


Wir möchten daran anknüpfen und solidarische Landwirtschaft, Modellprojekte und Erlebnisgärtnerei durch Selbsterntegärten fördern. Auch die Schaffung von ein bis zwei Archehöfen oder Pflege- und Gnadehöfe für alte Tiere in den Vier- und Marschlanden ist wünschenswert. Gefördert werden sollen offene Betriebe, Kinder- und Erwachsenenführungen sowie Info- und Bildungsangebote. Die weitere Umstellung zahlreicher Betriebe in den Vier- und Marschlanden auf zertifiziert ökologischen Landbau soll auch zukünftig durch gezielte Förderung durch unsere Hansestadt ermöglicht werden. Eine Steigerung des Ökolandbaus mit Direktvermarktung, auch über Abnahmevereinbarungen für die erzeugten Produkte, wie z.B. Biokisten Abos oder Solidarische Landwirtschaft bietet hier beste Möglichkeiten für eine risikolose Umstellung. Denn klar ist, dass wir uns den hohen Einsatz von Pestiziden und die hohen Einträge von Nitrat in den Boden durch Düngung nicht weiter erlauben können.

 

Naherholung und sanften Ökotourismus

Inne halten, Gesundheitsprävention und Gesundungsraum/Rückzugsort für die gestressten Städter und Büromenschen soll geboten werden. Das Landgebiet muss daher als Gegengewicht zum urbanen Raum möglichst weitgehend von Umweltbelastungen durch Lärm, Abgase, Müll, Elektrosmog etc. frei gehalten werden. In Abstimmung mit der Bevölkerung muss die Öffnung zu einem sanften Ökotourismus verstärkt werden – zum Nulltarif ist das nicht umsetzbar.


Hierfür ist es wichtig, die zahlreiche Bio-Cafés und Hofläden, die jetzt schon bieten sowohl beste Erholungs- und Versorgungsquellen als auch sichere Einkünfte für die Betreibenden bieten zu erhalten. Außerdem kann hier in den Vier- und Marschlanden die Natur über die Naturschutzhäuser, Insekten- , Vogel- , Landschafts- und Wildpflanzenführungen näher gebracht werden. In diesem Sinne sollen die Informationstafeln des naturkundlich-historischen Wanderweges wiederhergestellt werden.

Die Angebote für sportliche Aktivitäten rund ums Wasser sind nicht nur attraktiv sondern auch ausbaufähig. Dabei ist auf den Erhalt von Sauberkeit und Schutz sensibler Gebiete zu achten. Neben den Angeboten für Freizeitsportler*innen und Naturentdecker*innen, bieten die alten Traditions- und Handwerksbetriebe weitere spannende Ausflugsziele. Die Vier- und Marschlande verfügen über ein umfangreiches, zu unterstützendes Vereinsleben, das ein breites kulturelles Angebot vor Ort schafft - von der freiwilligen Feuerwehr über das Kunsthandwerk.

Beim Ausbau des sanften Tourismus müssen sowohl Kinderfreundlichkeit als aus Seniorengerechtigkeit mitgedacht werden. Ein weiterer wichtiger Baustein sind unsere Forderungen an moderne  Mobilität, um eine Zunahme des motorisierten Individualverkehrs zu  verhindern.

Termine

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Jeden zweiten Dienstag im Monat trifft sich die Arbeitsgemeinschaft Klima Bergedorf und diskutiert die Umwelt- und Klimapolitik.

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Der Vorstand der GRÜNEN Bergedorf trifft sich regelmäßig am ersten und dritten Donnerstag des Monats.

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Jenny Jasberg